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Fünf Investmentvorsätze für 2026 - Wie Sie Ihr Geld anlegen können - ganz ohne Glaskugel

  • Autorenbild: Karlheinz Zelzer
    Karlheinz Zelzer
  • 1. Jan.
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 27. Apr.

Sie fragen sich, wie Sie Ihr Geld 2026 anlegen können? Erwarten Sie sich keine Aktientipps für das neue Jahr - in die Glaskugel zu blicken und zu raten, entspricht nicht unserer Investment-Philosophie. Aber am Ende dieses Blogs wissen Sie, worauf es bei der Geldanlage ankommt und wie Sie klassische und teure Fehler vermeiden.



Instinkt oder Logik? Bauchgefühl oder auf den Kopf hören? Was ist denn nun das Geheimnis guter Entscheidungen bei der Geldanlage? Die folgenden fünf Punkte helfen Ihnen, 2026 zu einem guten Investment-Jahr zu machen.

1. Suchen Sie beim Investieren in Wertpapiere den Widerspruch

Es ist ein Phänomen der menschlichen Psyche, dass wir bereits bestehende Annahmen bestätigen wollen. Anlegerinnen und Investoren lesen deshalb mit Vorliebe Artikel, die beschreiben, was sie selbst schon denken. Dagegen vermeiden sie kritische Texte, die ihre Meinung widerlegen könnten. So werden nicht nur häufiger falsche Aktien und Anleihen ausgewählt, sie werden auch länger gehalten. Lenken Sie daher Ihre Aufmerksamkeit besonders auf jene Artikel, die Ihren Meinungen widersprechen. Die anderen lesen Sie ohnehin automatisch.

2. Vermeiden Sie mentale Investment-Konten

Viele Anlegerinnen und Anleger bilden gedankliche Konten, die in Wahrheit nicht existieren. Häufig werden Verlustpositionen auf solche mentale Subkonten umgebucht und so ausgeblendet. In Folge werden diese Aktien und Anleihen meist zu spät verkauft. Im Vergleich dazu werden Gewinnpositionen häufig zu schnell verkauft. Daher ist eine gezielte Aktienauswahl erforderlich, um diesen Effekt überhaupt ausgleichen zu können. Vermeiden Sie es daher, mentale Konten einzurichten. Gehen Sie besser auf die Suche nach den richtigen Aktien und der richtigen Zusammensetzung Ihres Portfolios – zusammen mit dem richtigen Vermögensberater

"An der Börse sind 2 mal 2 niemals 4, sondern 5 minus 1. Man muss nur die Nerven haben, das minus 1 auszuhalten."

- André Kostolany


3. Verlustaversion bei der Geldanlage: Augen zu und durch

In der Regel belasten uns Verluste stärker, als uns Gewinne freuen. Obwohl es auch dafür gute Gründe gibt, ist dieses Verhalten doch meist unbegründet. Kritisch wird es, wenn die Entwicklung des eigenen Depots trotz langfristigem Anlagehorizont zu häufig abgefragt wird. An den Kapitalmärkten gibt es immer gute Zeiten. Und es gibt schlechte.

Wer an Verlustaversion leidet – und nur wenige Menschen tun das nicht – und zu häufig seinen Depotstand abruft, neigt in Bärenmärkten zum Verkauf seines Aktienportfolios. Nun müsste man heute schon auf einer einsamen Insel leben, um nicht aus den Medien von Kursrückgängen an den Börsen zu erfahren. Wer sich aber in turbulenten Börsenzeiten seinen langfristigen Anlagehorizont bewusst macht und nicht verkauft, erreicht Anlageziele eher.

4. Streichen Sie „Ich hab's ja gewusst!“ im Zusammenhang mit Investments aus Ihrem Wortschatz

Wer hat sich nicht schon einmal gedacht: „Ich hab die ganze Zeit gewusst, dass das passieren wird." In Wahrheit hat man das natürlich nicht gewusst. Und wenn doch, wäre es nur umso schlimmer. Aber Achtung, wenn einem dieser Gedanke wieder einmal durch den Kopf schießt: Er hindert uns daran, das Erlebte zu analysieren und aus unseren Erfahrungen zu lernen. So wird der Fehler bei nächster Gelegenheit gleich wiederholt.

5. Überschätzen Sie Ihre eigenen Fähigkeiten bei der Geldanlage nicht

Gesundes Selbstbewusstsein schadet nicht. Empirische Studien haben aber gezeigt, dass sich deutlich mehr als 50% der Autofahrer für überdurchschnittlich gute Lenker halten. Sie können das Experiment gerne selbst ausprobieren. Erkunden Sie sich doch in Ihrem Umfeld, wer sich beispielsweise für einen überdurchschnittlichen Skifahrer hält. Sie werden staunen. Das Problem dabei: Wer seine eigenen Fähigkeiten überschätzt, neigt zu hohem Risiko.


 

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